Niemand sollte am Lebensende alleine sein – weder Betroffene noch diejenigen, die sie begleiten. Eine gute Palliativversorgung gelingt nur, wenn Fachkräfte, Institutionen und Engagierte zusammenarbeiten und ihr Wissen sowie ihre Erfahrungen teilen.
Zusammenkommen ist ein Beginn,
Zusammenbleiben ist ein Fortschritt,
Zusammenarbeiten ist ein Erfolg.
(Henry Ford)
Dieses Zitat spiegelt die Arbeit des Palliativnetzwerks wider: Wir vernetzen, unterstützen und entwickeln gemeinsam Lösungen, um schwerkranken Menschen und ihren Angehörigen bestmöglich zur Seite zu stehen. Denn nur gemeinsam können wir wirklich etwas bewirken.
Gemeinsam für Lebensqualität am Lebensende
Das Leben ist ein Wechselspiel aus Licht und Schatten. Besonders in Zeiten schwerer Krankheit und am Lebensende wird diese Dualität für Betroffene und ihre Angehörigen spürbar. In diesen Momenten braucht es ein starkes Netzwerk, das unterstützt, Orientierung bietet und die Lebensqualität der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt. Das Palliativnetzwerk Kaufbeuren-Ostallgäu setzt sich genau dafür ein.
Unser Netzwerk – Gemeinsam für eine bedarfsgerechte Palliativversorgung
Unsere Ziele
Bedarfsgerechte und individuelle Palliativversorgung
Die Ziele eines Palliativ-Netzwerkes sind vielfältig und zielen darauf ab, schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie ihren Angehörigen die bestmögliche Versorgung und Lebensqualität zu ermöglichen. Im Wesentlichen lassen sich die Ziele wie folgt zusammenfassen:
- Verbesserung der Lebensqualität: Das oberste Ziel ist es, die Lebensqualität der Patienten und ihrer Familien zu erhalten oder zu verbessern. Dies geschieht durch eine umfassende Betreuung, die nicht nur medizinische, sondern auch psychosoziale und spirituelle Aspekte berücksichtigt.
- Koordination der Versorgung: Ein Palliativ-Netzwerk bündelt die verschiedenen Akteure der Palliativversorgung (Ärzte, Pflegedienste, Hospizdienste, Therapeuten, Seelsorger etc.). Durch eine enge Zusammenarbeit und einen schnellen, intensiven fachlichen Austausch wird sichergestellt, dass alle Beteiligten auf dem gleichen Informationsstand sind und die Versorgung reibungslos ineinandergreift.
- Transparenz und Zugänglichkeit: Das Netzwerk soll für Betroffene und ihre Familien einen transparenten Überblick über die vorhandenen hospizlichen und palliativen Angebote in ihrer Region bieten. Dadurch wird der Zugang zu den notwendigen Leistungen erleichtert.
- Entlastung von Patienten und Angehörigen: Das Netzwerk zielt darauf ab, die Patienten und ihre Familien zu entlasten, indem es eine gut organisierte und strukturierte Versorgung gewährleistet. Dies ermöglicht es den Patienten, so lange wie möglich in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung zu bleiben, wenn dies ihr Wunsch ist. Die Angehörigen werden in den Pflegeprozess einbezogen und erhalten Unterstützung bei der Bewältigung von Abschied und Trauer.
- Förderung von spezialisierter Palliativversorgung: Palliativ-Netzwerke tragen dazu bei, eine auf wissenschaftlicher Grundlage und Qualitätssicherung beruhende Palliativversorgung zu fördern und weiterzuentwickeln.
- Enttabuisierung von Sterben und Tod: Langfristig sollen Palliativ-Netzwerke dazu beitragen, das Thema Sterben und Tod in der Gesellschaft zu enttabuisieren, indem sie die Palliativversorgung bekannter machen und die Öffentlichkeit über die Möglichkeiten der Betreuung informiert wird.


